Neues LF- und das kurz vor dem Roten Hahn!

Geschrieben von Christian. Veröffentlicht in Nachrichten

Das neue LF

Durch anstehende, umfangreiche und damit kostenspielige Reperaturen musste unser bisheriges LF8 außer Dienst genommen werden.  

Durch schnelles Handeln der Wehrführung und der Gemeinde, die innheralb kürzester Zeit alle Hebel in Bewegung setzten um ein neues Fahrzeug zu beschaffen war es möglich dieses am 10.10.2018 in seinen Dienst bei uns in der Wehr zu übernehmen. Zuvor wurde das Fahrzeug in Bayern von vier Kameraden besichtigt und konnte dann nach kleiner Nacharbeitung des Verkäufers per Spedition an uns ausgeliefert werden.

Anders allerdings wie wenn man sich einen PKW zu legt, war das neue Fahrzeug was die Ausstattung angeht völlig "nackt". Nachdem das Fahrzeug an uns überführt wurde, musste also kurz vor der anstehenden Prüfung zum Roten Hahn am 03.11.2018 zusätzlich zu den dafür wichtigen Übungen auch noch das alte Fahrzeug leer gemacht und das neue Fahrzeug bestückt werden. "Geht ja schnell", mag da der ein oder andere denken. Doch dabei ging es nicht nur darum, die Schläuche umzupacken und Material zu verstauen, sondern auch um den Umbau von Sondersignalanlage und der kompletten Funktechnik. Zusätzlich hat das neue LF natürlich eine zeitgemäße LED Umfeldbeleuchtung sowie eine Reflexbeklebung erhalten. Sämtliche Ladeerhaltungen für die Handfunkgeräte und die Feuerlöschkreiselpumpe mussten angeschlossen werden und auch die Mannschaftskabine ist nun von innen beleuchtet. 

Das neue Fahrzeug, übrigens fast wie das alte nur etwas jünger, wird jetzt als LF 8/6 bezeichnet. Wesentliche Neuerungen zu dem Vorgänger sind nun z.B. eine festeingebaute Heckpumpe sowie ein Löschwasserbehälter mit 600L Fassungsvermögen. Dazu kommt eine 30m Schnellangriffsleitung die im Ernstfall wertvolle Zeit spart.

              

Durch ein Gesamtgewicht von nicht mehr als 7.49T ist es zudem möglich, Kameraden mit einem PKW Führerschein auf dem Fahrzeug auszubilden, sodass dieses Das LF im Einsatz auch ohne LKW Führerschein fahren dürfen, was grade am Tage positiv für die Einsatzfähigkeit unserer Wehr ist.

Wir möchten uns auch hier noch einmal bei der Gemeinde und allen Kameraden für die einzigartige Unterstützung bedanken. Es ist nicht selbtsverständlich, dass in so einer Situation Entscheidungen zügig getroffen werden um einer jungen und modernen Wehr auch weiterhin ein zweites Löschgruppenfahrzeug zu ermöglichen. Auch den Kameraden die zusätzlich zu den vielen Übungen für den anstehenden Roten Hahn viele Tage ihrer Freizeit in den Umbau des Fahrzeuges gesteckt haben gebührt unser Dank. Ohne diese beispiellos gute Zusammenarbeit wäre es sicherlich nicht möglich gewesen das zu erreichen, was jetzt geschafft wurde. 

Der Rote Hahn....

....steht nämlich auch schon vor der Tür. Nach kurzer Pause vom 4. Stern der Leistungsbewertung "Roter Hahn" stand am 03.11.2018 die Abnahme für Stufe 5 an. Nach monatelangen Vorbereitungen konnten wir morgens fast vollzählig zur Abnahme antreten. Wie auch in den letzten Jahren lag ein besonderes Augenmerk auf der Sauberkeit der Uniformen, der Fahrzeuge sowie der Fahrzeughalle und der Sozialräume. 

Auch das Fachwissen Der Führung, der Maschinisten sowie der Mannschaft wurden getrennt voneinander Abgefragt bevor es zu den Vorträgen von Sicherheitsbeauftragten und Brandschutzerziehers ging. Nach einem kleinen Frühstück besetzten wir die Fahrzeuge und fuhren zum ersten Übungsobjekt. Die erste Gruppe musste eine Person aus dem ersten Obergeschoss über eine Dachluke mithilfe der Schleifkorbtrage und der Steckleiter Retten. Danach demonstrierten zwei Kameraden das Selbstretten. Die zweite Gruppe musste eine Person befreien, die mit ihrem Bein unter einer Scheibenegge eingeklemmt war. 

Nach dem die beiden Übungen abgearbeitet waren, ging es zur Abschlussübung. "Feuer in einem Landwirtschaftlichen Gebäude- eine Person vermisst", lautete das Einsatzstichwort. Nach Eintreffen am Einsatzort begann die eine Gruppe mit dem Aufbau einer Löschwasserversorgung während die andere Gruppe bereits mit Atemschutz ausgerüstet ihre Angriffsleitung vorbereitete. Unerwartet viel der erste Gruppenführer durch eine Verletzung am Bein aus sodass schnell ein weiterer diesen Part übernehmen musste. Nachdem dann auch noch die Löschwasserversorgung aus dem Hydranten unterbrochen war und eine neue Leitung vom anderen Hydranten gelegt wurde, waren wirklich alle Einsatzkräfte vollständig eingebunden. Natürlich wurden diese unregelmäßigkeiten durch die Prüfungskommission in die Übung eingebaut um unser Verhalten auf besondere Situationen zu beurteilen. Nach Abschluss der letzten Übung und dem herstellen der Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge an der Wache konnten wir gespannt zur Abschlussbesprechung antreten. Neben wenigen Kritiken gab es auch viel Lob was den Ausbildungsstand, die Fahrzeuge und die Ausrüstung angeht. Doch auch hier geht ein nicht geringer Teil des Lobes an die Gemeinde, die uns diesbezüglich immer rücken stärkend zur Seite steht.

Wie sich daraus vermuten lässt haben wir somit die Stufe 5 der Leistungsbewertung Roter Hahn bestanden!